Die Vorfreude war riesig. Seit drei Jahren warteten die Anhänger von Dinamo Zagreb auf ein Spiel in der Champions League. In den diesjährigen Play-Offs setzte sich der kroatische Meister im Rückspiel mit 4:1 nach Verlängerung gegen FK Bodö/Glimt aus Norwegen durch. Das sollte belohnt werden: Mit den Gruppengegnern FC Chelsea, AC Mailand und, naja, RB Salzburg. Zum Auftakt kamen die Blues aus London ins Stadion Maksimir, der Sieger des Wettbewerbs von 2021. Kai Havertz, Pierre-Emerick Aubameyang und Mateo Kovacic, von 2007 bis 2013 selbst bei Dinamo aktiv, spielten gegen den 23-maligen kroatischen und viermaligen jugoslawischen Meister – und ihre berühmt-berüchtigte Fan-Gruppierung: Die „Bad Blue Boys“. Als Miroslav Orsic in der 13. Minute schlitzohrig und abgebrüht den Ball an Chelsea-Schlussmann Kepa zur Führung vorbei ins lange Eck legte, jubelten sich die Kroaten in kollektive Ekstase. Es war das einzige Tor des Tages, es sollte Thomas Tuchel seinen Job kosten.