Selbst als der hellblaue Himmel über Berlin am Sonntag erst einem rosa und später einem schwarz wich, veränderte sich das Spiel nicht. Und das, obwohl Dortmund zur Halbzeit Marco Reus, Julian Brandt und Donyell Malen gebracht hatte. Doch Urs Fischers Mannschaft hörte einfach nicht auf zu rennen. Jedes Mal wenn ein Dortmunder am Ball war, stand ihm einer in Rot auf den Füßen. Am Ende war Union Berlin über zehn Kilometer mehr gelaufen als der BVB. Der Gast hatte 77 Prozent Ballbesitz, bessere Zweikampfwerte und ein Vielfaches an gespielten Pässen. Dennoch hat Union häufiger und vor allem gefährlicher aufs Tor geschossen. Ganz ehrlich: Schon das Lesen dieser Zahlen macht mürbe. Wie muss es den Dortmunder Spielern in den 90 Minuten an der Alten Försterei erst ergangen sein?