Um das leicht wahnsinnige Verhältnis der Berliner Fußballfans zur Hertha zu durchdringen, sollte man einen Blick auf das Leben von Peter „Pepe“ Mager werfen. Der stieg als vom Boulevard so getaufter „Oberfrosch“ in den Siebzigern zum berüchtigtsten Hertha-Fan Deutschlands auf. Er war so bekannt, dass ihm Kumpels aus Jux mal von Westdeutschland aus einen mit Briefmarke versehenen Bierdeckel in die Heimat schickten – und als Adresse nichts weiter als „Pepe, Berlin“ angaben. Der Bierdeckel kam an. Mager war einer der Ersten im Land, der Fanartikel verkaufte („Gab ja nüscht außer Papierfahnen“), er organisierte schon 1963 Auswärtsfahrten, er bunkerte für diese Fahrten Bierkisten in Schließfächern am Bahnhof.