Anti­ras­sis­ti­sche Fan­kurven

Livorno Calcio:

In der Wiege der ita­lie­ni­schen Arbei­ter­be­we­gung zele­brieren auch die Fans den Mar­xismus. Beson­ders die Ultras der ​Bri­gate Auto­nome Livor­nese“ sind beken­nende Anti­fa­schisten und Kom­mu­nisten.

AC Flo­renz:

Die Ultras der Fio­ren­tina gehören zu den wich­tigsten linken Fan-Grup­pie­rungen. Um ihre Mann­schaft wäh­rend des Spiels besser zu unter­stützen, haben sich die beiden großen Ultra-Gruppen auf zwei Kurven ver­teilt. So steht das ​Col­le­tive Auto­nomo Viola“ in der Curva Fie­sole und ​Onda d’ Urto“ in der Curva Marione.

FC Genua:

Die größte Ultra-Gruppe heißt ​Fossa die Grifoni.“ In ihrem Umfeld gibt es auch viele anti­ras­sis­ti­sche Skin­heads. Sie hauen drauf, wenn es gegen den Rivalen Sampdoria oder den dro­henden Zwangs­ab­stieg geht.

Ternana Calcio:

Auch wenn der Verein aus der umbri­schen Stadt Terni nur in der dritten Liga spielt, die linken ​Freak Boys“ unter­stützen ihren Klub immer noch zahl­reich. Die Ultra-Gruppe besteht schon seit Mitte der 70er Jahre.

Ancona Calcio:

Die große anti­fa­schis­ti­sche Ultra-Gruppe heißt ​Col­le­tivo.“ Bei den Duellen gegen den Nach­bar­verein Ascoli Calcio lie­fern sich beide Anhän­ger­schaften vor allem Abseits des Spiels einen hef­tigen Schlag­ab­tausch. Der Haupt­grund: die sehr unter­schied­li­chen poli­ti­schen Ansichten.

Rechte Fan­kurven

Lazio Rom:

Die Fan­szene von Mus­so­linis Lieb­lings­verein wird noch heute von rechten Ultras, den ​Irri­du­ci­bili“ domi­niert. Auch nach dem Abgang ihres Lieb­lings­spie­lers Paolo di Canio – und den aus­blei­benden Füh­rer­grüßen – sorgen die ​Irri­du­ci­bili“ wei­terhin regel­mäßig für nega­tive Schlag­zeilen.

Hellas Verona:

Die Ultra-Gruppe ​Bri­gate Gial­loblu“ erar­bei­tete sich in den 80er-Jahren einen beson­ders schlechten Ruf. Bei der Polizei und den geg­ne­ri­schen Fans wurden sie als bru­tale Schläger gefürchtet. Heute gehört vor allem die Gruppe ​Curva Sud“ zur rechten Szene.


Pia­cenza Calcio:

Die Ultras der ​Legione Gotica“ zeichnen sich nicht nur durch ihre rechte Gesin­nung, son­dern auch durch ihre Fan­freund­schaft mit Juventus Turin aus. Leider sind sie nur in ihrer Ver­bun­den­heit zur ​Alten Dame“ die Ein­zigen in Ita­lien.

AS Rom:

In den 70er Jahren wurde die Fan­szene von linken Ultras geprägt. Seit einigen Jahren haben in der Kurve aber rechte Gruppen wie die ​Boys“ und ​ASR Ultras“ deut­lich das Kom­mando über­nommen. Von linken Fan­gruppen anderer Ver­eine werden sie daher umso stärker ange­feindet.

Tri­es­tina Calcio:

Der Hass der rechten ​Ultras Tri­este“ richtet sich vor allem gegen die Polizei – viel stärker als bei anderen Fan-Gruppen. Ihr Mär­tyrer ist Stefan Furlan, ein Ultra, der 1984 von Poli­zisten erschlagen wurde. Sein Foto prangt noch heute auf ihren Ban­nern.
Die ​Ultras Tri­este“ pflegen eine enge Freund­schaft mit den Anhän­gern von Hellas Verona.