Am 6. Februar 1958 war eine Maschine mit dem Team von Man­chester United auf dem Rück­flug von einem Euro­pa­cup­spiel bei Roter Stern Bel­grad nach einer Zwi­schen­lan­dung auf dem Flug­hafen Mün­chen-Riem wäh­rend eines Schnee­sturms ver­un­glückt. Dabei starben 23 Men­schen, dar­unter acht ManU-Spieler.

Charlton war aus dem Flug­zeug geschleu­dert worden. Ein Mit­spieler fand ihn etwa eine Vier­tel­stunde später bewusstlos und brachte ihn ins Kran­ken­haus. ​Ich habe zuerst nach denen gefragt, die mir nahe standen: Tommy Taylor, David Pegg, Eddie Colman. Wir waren Freunde, und haben viel Zeit ver­bracht“, berich­tete Charlton. ​Als mir ein Deut­scher im Kran­ken­haus sagte, dass sie alle tot sind, konnte ich das über­haupt nicht ver­stehen. Wie konnte ich knapp 50 Meter ent­fernt von meinem Flug­zeug noch ange­schnallt in meinem Sitz landen mit nichts als einer Platz­wunde an meinem Kopf, wäh­rend alle meine Freunde tot waren?“

Der damals 20 Jahre alte Charlton kehrte drei Wochen nach dem Unglück auf den Fuß­ball­platz zurück und legte eine große Kar­riere hin. Er wurde 1966 Welt­meister und Europas Fuß­baller des Jahres, gewann mit ManU 1968 den Euro­pa­pokal der Lan­des­meister, ist bis heute Eng­lands Rekord­tor­schütze und wurde 1994 zum Ritter geschlagen.