Hallo, Freundinnen und Freunde. Champions-League-Finale, also. Und ich würde ja sagen, ich freue mich. Aber angesichts der Tatsache, dass hier heute ein Klub, der von einem autokratischen Regime finanziert wird, das seine Kritiker steinigt, gegen einen Klub antritt, der von einem autokratischen Regime finanziert wird, das seine Kritiker in Arbeitslager verschleppt, in einem Stadion der bekanntesten Stadt eines Landes, das gerade einen Autokraten »wiedergewählt« hat, der kritische Journalisten ohne Anklage wegsperren lässt, kommt in mir irgendwie so ein komisches Gefühl hoch, wie hieß das noch gleich, äh, ach, ich hab’s: Ekel. Oder, wie die Uefa es auf ihrer Website nennt: »Das wohl denkwürdigste Finale aller Zeiten«. So kann man das natürlich auch sagen.