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Schön ist es nicht. Das wird jeder bestätigen können, der mal durch Chorweiler und Ossendorf strawanzt ist, oder durch Porz, Nippes und Kalk: Stadtteile, die klingen, als wären sie einem Goofy-Comic entsprungen. Nein, das Charmante zieht sich die Stadt Köln aus anderen Quellen; zumeist aus ihrer grundgutgelaunten Ausprägung. Beim ortsansässigen Verein, dem 1. FC Köln, wirkt die gute Laune dieser Tage aber arg erzwungen. Was vielleicht daran liegen könnte, dass sie beschissen ist. Der Kader ist nicht bundesligatauglich und dürfte bei einem Abstieg noch nicht mal verstärkt werden. Der Trainerwechsel ist ein Schuss ins Blaue und hatte gar eine Petition zur Folge, in der der Rauswurf von Geschäftsführer Christian Keller gefordert wurde. Das alles wirft nun vor allem eine Frage auf: Wer reicht den Kölnern das Riechsalz?
Konnte Steffen Baumgart immerhin den Großteil der Fans hinter sich vereinen, weil er aus der miesen Situation noch das Maximum rauszuholen vermochte, verliert Keller zunehmend an Zuspruch. Von seiner Eloquenz war bei vergangenen öffentlichen Auftritten wenig zu sehen, auch die von ihm eingefädelten Transfers stützen seine Position kaum (Waldschmidt, Paqarada, Adamyanajagehtso). Mittlerweile schlägt auch die „Südkurve 1. FC Köln“ Alarm: „Gefährliche Machtkonzentrationen, wie zu Zeiten von Wehrle, dürfen am Geißbockheim nicht wieder auftreten“, schreibt der Fan-Zusammenschluss. Alexander Wehrle: ein Name, bei dem es jedem Kölner kalt den Rücken hinunterläuft. Der Mamm, der heute auf dem Stuttgarter Sonnendeck brutzelt, war es übrigens auch, der den Transfer des 16-jährigen Jaka Cuber Potocnik abgesegnet hatte, der dem Verein die Transfersperre einhandelte. Auf Wehrle also ist der erste Pinselstrich des düsteren Kölner Sittengemäldes zurückzuführen. Fertiggestellt haben es aber andere.
„Ich habe fast jeden Tag grundlos geweint“
Thierry Henry spricht im Podcast „The Diary of a CEO“ über seine jahrzehntelangen psychischen Probleme.
Oh Joey!
Er drückte einem Jugendspieler seine Zigarre ins Auge, Mannschaftskollegen Ousmane Dabo prügelte er beinahe ins Krankenhaus und kam mit einer Bewährungsstrafe davon, schlug dann auf einen Passanten ein und ging zweieinhalb Monate in den Knast, bei seinem Abschiedsspiel aus der Premier League bekam Carlos Tevez eine Faust in die Magengrube und Sergio Agüero ein Knie in den Rücken gerammt, dem Trainerkollegen Daniel Stendel schlug er später zwei Zähne aus. Zur 150-Jahresfeier der FA wurde Joey Barton nicht eingeladen und entgegnete: „Dabei habe ich mit meinen ganzen Strafgeldern mindestens das Buffet alleine bezahlt.“ Bartons Geschichte ist aber nicht bloß die eines Rowdys, der nicht über Impulskontrolle verfügt, sie ist weit dramatischer. 2005 tötete sein Bruder zusammen mit seinem Cousin den Teenager Anthony Walker, weil dieser schwarz war. Joey Barton nannte die Tragödie später in einem weiteren Anfall von Weltfremde, die Folge eines „verdammten Gerangels“.
Von Altersmilde ist heute nichts zu spüren. Momentan hetzt der 41-Jährige via X gegen alles, was ihm vor die Flinte kommt. Er spricht Fußball-Expertinnen die Berechtigung ab oder bezeichnet den konservativen Politiker Stuart Andrew als „Cunt“. Woher diese lebenslange Wut kommt? Alles lässt sich mit seiner Herkunft auch nicht argumentieren. Einiges aber schon.
Wie wird man Kaiser?
In den letzten Tagen wurde so viel über Franz Beckenbauer geschrieben, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Rede auf den Ursprung seines berühmten Spitznamens kommen würde. Die meisten Zeitungen verwiesen dabei auf ein Spiel der Bayern in Wien im August 1971, weil der Fotograf Herbert Sündhofer damals ein Foto von Beckenbauer neben der Büste von Kaiser Franz Josef machte. Aber nicht zuletzt wegen der neuen ARD-Dokumentation über Beckenbauer hört man nun auch immer öfter die Version des Reporters Herbert Jung, dass in seinem in der Bild-Zeitung erschienenen Bericht über das DFB-Pokalfinale 1969 Beckenbauer zum ersten Mal als „Kaiser“ bezeichnet worden wäre. Dazu sei gesagt, dass der Nürnberger Journalist Peter Ramsauer schon am 8. Mai 1967 im „Kicker“ schrieb: „Trubel in München: König Radi musste sein Reich abtreten an Kaiser Franz.“ (Gemeint war 1860-Keeper Petar Radenković.) Geradezu vernarrt in den Spitznamen war der legendäre Münchner Journalist Hans Schiefele, der schon 1928 als 8‑Jähriger Mitglied beim FC Bayern geworden war. Im März 1968, nach einem Sieg der Bayern gegen Braunschweig, notierte Schiefele in der SZ: „München konnte Beckenbauer schon oft bewundern, doch am Samstag war er der Kaiser Franz.“ Danach benutzte Schiefele diesen Spitznamen regelmäßig.
Suendhofer
Vereint euch!
Das Team der Demokratischen Republik Kongo hat sich zum anstehenden Africa-Cup zusammengefunden. Schöne Idee, dass die Spieler für das Mannschaftsfoto die Trikots ihrer jeweiligen Klubs tragen. Wir erkennen zum Beispiel Brentford (Yoane Wissa), Marseille (Chancel Mbemba), Stuttgart (Silas) oder Genk (Joris Kayembe). Und eine Nationalmannschaft aus vielen Nationen.
STAGE ABU DHABI 2024.
Les clubs de nos L\u00e9opards avec nous \u00e0 la CAN:: @TPMazembe<\/a>@WBA<\/a>@USCremonese<\/a>@OfficielRAF<\/a>@SCBraga<\/a>@FCLorient<\/a>@Hattasc<\/a>@MontpellierHSC<\/a>@ASSEofficiel<\/a>@WatfordFC<\/a>@SimbaSCTanzania<\/a>@VfB<\/a>\u2026 pic.twitter.com\/HLvJaaJlno<\/a><\/p>— Fecofa RDC_Officiel (@FecofaRdc) January 9, 2024<\/a><\/blockquote>