Es war der 17. Mai 2008. Das letzte Spiel einer Saison, die zu diesem Zeit­punkt schon ent­schieden war. Der FC Bayern Mün­chen würde nach dem 4:1‑Sieg über Hertha BSC erneut die Meis­ter­schale in den Händen halten, doch daran erin­nere ich mich nicht mehr so genau. Zu häufig hatte Oliver Kahn in den ersten Jahren meiner fuß­bal­le­ri­schen Sozia­li­sa­tion ​Da ist das Ding!“ gerufen und wieder einen Pokal in die Höhe gestemmt. In meinem Kopf blieb viel­mehr das trä­nen­reiche Gesicht eines älteren Herren, der vor dem Anpfiff in den ver­dienten Klubru­he­stand geschickt wurde. ​Man muss auf­passen, dass Weinen nicht als Schwäche aus­ge­legt wird“, hatte Ottmar Hitz­feld nach seiner ersten Meis­ter­schaft mit Borussia Dort­mund 1995 gesagt. Zwölf Jahre später wider­legte er sein eigenes State­ment.