Emir Spahic
Der lie­bens­wür­dige HSV-Ver­tei­diger wird medial voll­kommen falsch dar­ge­stellt, denn er ist kei­nes­falls der unbe­re­chen­bare Treter, für den ihn viele in der Liga halten. Das weiß auch Alex­ander Bommes und nutzt die Gunst der Stunde, um beim Ham­burger Hafen­ge­burtstag klar Schiff zu machen. Als der Kreuz­fahrt­dampfer ​Queen Eliza­beth“ den Ham­burger Baum­wall pas­siert, betritt der lau­nige Mode­rator mit dem kroa­ti­schen Vor­zei­ge­schwie­ger­sohn, der wegen seiner achten Roten Karte der Saison für die Rele­ga­ti­ons­spiele gesperrt ist und des­wegen heute frei hat, das Ach­ter­deck und lässt Spahic fol­genden Satz sagen: ​Keiner meiner Mit­spieler ist ein Hu**nsohn!“ Der anschlie­ßende Nach­satz ​Aber dafür ist der HSV ein Cha­os­klub“ geht im Gelächter des Publi­kums am Kai unter. Herr­lich. 

Mit­chell Weiser
Die Youngster ist für Hertha BSC nicht nur fuß­bal­le­risch eine echte Berei­che­rung, son­dern macht auch auf der Ber­liner Fashion-Week eine gute Figur. Bei der Show des Haute-Cou­ture-Desi­gners Harald Glööckler sitzt Weiser natür­lich top­ge­stylt in der ersten Reihe neben den Sti­li­konen Menowin Fröh­lich, Kay One und Jürgen Milski. Show-Mode­rator Bommes ergreift kurz vor dem großen Finale das Mikro und kum­pelt sich neben die Leih­gabe des FC Bayern, um ihm fol­genden Satz in den Mund zu legen: ​Meine Mama legt mir täg­lich die Kla­motten raus.“ Der Ber­liner Bou­le­vard titelte später ​Der emo­tio­nalste Moment der Fashion Week“. Schnüff. 

Jürgen Klopp
Bommes erwischt den heiß­be­gehrten Trainer beim Gosch-Halb­ma­ra­thon auf der Traum­insel Sylt kurz vor der Ziel­linie. Klopp, im Sab­ba­tical offenbar reich­lich hand­zahm geworden, lässt seine per­sön­liche Best­zeit sausen, um über alte BVB-Zeiten zu plau­dern. Nach sechs Stunden Kuschel­atmo werden die beiden Plau­der­ta­schen schließ­lich vom Besen­wagen in das nächst­ge­le­gene Hummer-Restau­rant gebracht. Noch auf dem Wagen über­redet Bommes den Kult­trainer zum Nach­spre­chen des fol­genden Geständ­nisses: ​Ich bin Matze Knop!“ Hans-Joa­chim Watzke kri­ti­siert das. 

Franz Becken­bauer
Eins­ernes Gesetz im deut­schen Fuß­ball: Der Kaiser ist unan­tastbar. Doch bei der Abend­gala des Benefiz-Golf­tur­niers anläss­lich des 10. Jah­res­tags des Som­mer­mär­chens wird diese Regel Geschichte. Nachdem alle 264 Teil­nehmer bei ihrem pri­vatem Heli­ko­pter­rund­flug die kai­ser­liche Route von 2006 abfliegen und dabei einem 19-stün­digen Monolog Becken­bauers über seine schönsten Erin­ne­rungen lau­schen konnten, ergreift Bommes kurz vor der Eröf­fung des Hum­mer­büf­fets das Mikro und geht in den Ver­bal­zwei­kampf mit seiner Hoheit. Am Ende über­reicht der Jour­na­list der Licht­ge­stalt eine Ser­vi­ette mit der Bitte, das dort Geschrie­bene seinem Publikum vor­zu­lesen. Becken­bauer selbst­si­cher: ​Ja, gut ääh, natür­lich habe ich in Katar einen Sklaven gesehen, aber er hat sehr freund­lich gegrinst.“ Ein Satz mit der Spreng­kraft einer Atom­bombe.