1.
US Sassuolo Calcio ist der 63. Verein der italienischen Erstligahistorie. Der Aufsteiger aus der Emilia-Romagna bestreitet erstmals in seiner Geschichte Partien in der höchsten Spielklasse.
2.
Geschlagene 22 Zentimeter beträgt die Größen-Differenz zwischen den Parteien des brandneuen Juve-Sturmduetts: 1,95-Meter-Hüne Fernando Llorente kam aus Bilbao, Carlos Tévez (1,73 Meter) übernahm die Trikotnummer 10 in Größe XS von Alessandro Del Piero.
3.
Nach Tabellenplatz zwei ist der SSC Neapel diese Saison ausschließlich am Scudetto interessiert. Mit den 64 Cavani-Millionen eröffneten die Neapolitaner eine Real-Madrid-Auslandsfiliale und lotsten Raúl Albiol, José María Callejón und Gonzalo Higuaín ins Stadio San Paolo.
4.
Wo wir schon am Fuße des Vesuv sind: Die Präsentation eines Camouflage-Trikots hätte man deutlich diplomatischer anmoderieren können als Aurelio De Laurentiis. „Das wird unser Kriegstrikot werden“, kommentierte der für seine markigen Worte berühmte Neapel-Präsident. Das brachte ihm einiges an Kritik, aber auch verkaufsfördernden Rummel ein: Innerhalb weniger Stunden war das neue Auswärtstrikot vergriffen.
5.
Die anhaltende Urbanisierung lässt sich auch in Italien belegen: Genua, Mailand, Rom, Turin und Verona sind mit jeweils zwei Vereinen in der Serie A vertreten. Diese fünf Städte stellen damit allein die Hälfte der teilnehmenden Mannschaften.
6.
All eyes on Mattia De Sciglio. Der Philipp Lahm Italiens spielt defensiv ohne Qualitätseinbußen rechts wie links und ist mit seinen 20 Lenzen Milans Tafelsilber. De Sciglio absolvierte beim diesjährigen Confed-Cup vier überzeugende Auftritte für die Nationalmannschaft, Real Madrid fuhr bereits seine langen Griffel aus. Betrachtet man die Außenverteidiger-Situation des europäischen Fußballs, werden noch einige Offerten folgen.
7.
Paul Pogba. Der 20-jährige Mittelfeldmann, ausgebildet bei Manchester United, ist namentlich eine Kreuzung aus Paul Scholes und Didier Drogba, wird aber als der „nächste Vieira“ gehandelt. Der französische U20-Weltmeister soll bei Meister Juventus sukzessive als Pirlo-Ersatz herangezogen werden. Während der Abwesenheit des „Maestros“ bildete Pogba mit Claudio Marchisio und Arturo Vidal bereits vergangene Saison ein angsteinflössendes Mittelfeldtrio.
8.
Acht Derbys unterscheidet der italienische Erstligafußball in dieser Saison: Das Derby d’Italia (Inter gegen Juventus), das Derby della Lanterna (Sampdoria gegen CFC Genua), das Derby della Capitale (AS gegen Lazio Rom), das Derby della Mole (FC gegen Juventus Turin), das Derby del Sole (AS Rom gegen Neapel), das Derby della Scala (Hellas gegen Chievo Verona), das Derby dell’Appennino (Florenz gegen Bologna) sowie das Derby della Madonnina (Inter gegen AC Mailand).
9.
Einen neunten Tabellenplatz kann Inter Mailand als 18-maliger italienischer Meister natürlich nicht mit seinem Selbstverständnis vereinbaren. Das Jung-Trainer-Experiment Andrea Stramaccioni (37) musste folglich seinen Hut nehmen. Den trägt jetzt Erfolgstrainer Walter Mazzarri, vergangene Saison noch beim Rivalen aus Neapel.
10.
Udinese Calcio ist der Inbegriff des Ausbildungsvereins. Udineses „umbrisches Netz“ funktioniert dabei primär über Leihgeschäfte. Was man in der Bundesliga aus Nürnberg und Leverkusen kennt, treiben die Verantwortlichen aus dem Friaul, die auch vor der anstehenden Saison wieder acht Spieler unter 22 Jahren verpflichteten, allerdings auf die Spitze: Udinese hat über 100 Spieler unter Vertrag, die quer über den Globus verliehen sind.
11.
Last but not least – Veteran Mario Yepes, Abwehr-Neuerwerb von Atalanta Bergamo. Der ewige Kolumbianer absolvierte seinen ersten Einsatz im Profifußball 1994 bei Deportivo Tuluá, häufte im Laufe seiner Karriere acht Vereine und 90 Ländespiele an. Sein Debüt im kolumbianischen Nationaldress gab er im Februar 1999 beim 3:3‑Remis gegen Deutschland (Tore: zweimal Michael Preetz und Marco Bode).