Spielt mit uns den Dop­pel­pass noch einmal, wir singen dir den Steil­pass in den Raum – wenns sein muss hauen wir den Ball auch selbst rein, FSV!“ Es ist ein emo­tio­naler Gesang in den letzten Minuten auf die Melodie zu Nik Kers­haws ​Wouldn’t it be good“ beim Spiel gegen die Freunde von Dynamo Dresden Mitte Mai. Denn bei Abpfiff steht fest, dass der FSV Zwi­ckau nach sieben Jahren im Pro­fi­fuß­ball den bit­teren Gang in die Regio­nal­liga antreten muss. Dass es so kommen würde, war auf­grund von sieben Punkten Rück­stand bei fünf aus­ste­henden Spielen bereits nach dem Abbruch des Heim­spiels gegen Rot-Weiß Essen klar. Ein Sponsor und Anhänger der Zwi­ckauer hatte dem Schieds­richter beim Gang in die Kabine zur Halb­zeit Bier ins Gesicht geschüttet. Der Vor­fall sorgte bun­des­weit für Auf­merk­sam­keit, manche schimpften, viele spot­teten – doch was nach dem Abstieg pas­sieren sollte, inter­es­sierte nur das Umfeld des FSV und hatte kei­nerlei humo­ris­ti­sche Kom­po­nente. Die Ent­wick­lung hätte bei­nahe dazu geführt, dass der Inhalt des Fan­ge­sangs Wirk­lich­keit geworden wäre, denn außer den Fans war nach dem Abstieg nicht mehr viel übrig geblieben.